Ausflug in die steirische Unterweld
Lurgrotte
Semriach
 Lurgrotte, Steiermark

 Schauhöhle (Tropfstein- und Wasserhöhle) in der Peggauer Wand im Grazer Bergland.

Die 5 km lange Höhle (längster natürlicher unterirdischer Durchgang Ö.) wird vom Lurbach mit einem Gefälle von 220 m durchflossen. In der elektrisch beleuchteten Lurgrotte befinden sich Dome, Höhlen, "Ritterrüstung", "Riesenvorhang", "Piniengruppe", "Palme", sowie zahlreiche Tropfsteingebilde und der unterirdische Zierhutsee. Der "Prinz" ist ein gigantischer, frei hängender inaktiver Tropfstein von ca. 3 t und 3,7 m Länge; vorgeschichtliche Funde. Eine der größten und schönsten Höhlen Europas; 1894 entdeckt, 1935 erstmals in ganzer Länge erforscht. Mittelteil seit einem geröllführenden Hochwasser Mitte der 70er Jahre verschüttet. Seither nur noch von Semriach oder Peggau zugänglich.

Erschliessung der Höhle:

Es gibt zwei Eingänge:
Lurgrotte Peggau und Semriach - geschäftlich sind sie aber getrennt.
Die Lurgrotte-Peggau ist ein Verein, Semriach wird privat geführt.
Am 13. Februar 1935 wurde die Höhle das erste mal durchquert für ca. 6 km brauchte man 18 Stunden. Nach 20 jähriger Bauzeit war die Lurgrotte 1957 bis Semriach für Führungen ausgebaut, die 3 - 4 Stunden dauerten. Durch ein Jahrhundert-Hochwasser 1975 ( ca. 10m³ /s ) wurden die Weganlagen wieder zerstört.

 
Entstehung der Lurgrotte:

Beim Auffalten der Gebirge hatten sich Spalten, Risse und Hohlräume gebildet.
Durch diese Öffnungen konnte das Wasser, der Schwerkraft gehorchend, in den Gesteinskomplex eindringen.
Entsprechend dem geringsten Widerstand folgend, sucht es sich einen vielfach gewundenen und oft Zickzack verlaufenden Weg. In vielen Millionen Jahren wurden eben durch die lösende Wirkung des Wassers sowie später auch durch mitgeführte Sande und Gesteine die unterirdischen Wasserläufe so erweitert, daß sich nun diese labyrinthartigen, weitverzweigten Höhlensysteme darlegen. In Österreich gibt es ca. 10000 Höhlen, alleine in der Steiermark 4500, aber es sind nur 25 Höhlen für Besucher geöffnet.

Entdeckung der Höhle am 1.April:

Max Brunello ein italienischer Speläologe entdeckte
die Höhle. Die Erforschung begann von Semriach aus, da in Peggau das angestaute Wasser den Eingang blockierte.
( wurde erst 1913 durch einen Entwässerungsstollen um 7 m gesenkt ).
Am 29. April 1894 wurden 7 Höhlenforscher nach starken Regenfällen in der Höhle eingeschlossen und konnten erst nach 9 Tagen durch eine große Rettungsaktion, bei der über 1000 Leute mitgearbeitet haben, befreit werden.

 
Anfahrt zur Lurgrotte:
 
Copyright des Text und Bildmaterial liegen bei:
http://www.lurgrotte-semriach.at/
http://lurgrotte-peggau.networld.at/index.html
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